Gesellschaft
In Ecuador leben 70% der Bevölkerung in Armut, die sich vor allem auf die Grosstädte konzentriert. Wie alle Metropolen in Lateinamerika befindet sich Quito in einem Prozess der Urbanisation mit damit verbundenem unkontrolliertem Wachstum, das zu Slumbildung führt. Slumbildung bedeutet in diesem Fall das Fehlen jeglicher Art von Infrastruktur wie Kanalisationssysteme, Wasserversorgung, Transportsysteme, Schulen, Kindergärten und medizinische Basisversorgung.
Die Gebäude besitzen keine für die elementare Hygiene notwendige sanitäre Anlagen. Verschiedene Grossfamilien leben in einem einzigen Zimmer und teilen sich eine Wasserstelle. Diese dient als Quelle für Körperpflege, Wäschebesorgung sowie für das Kochen. In diesen Quartieren herrscht ein hoher Grad an Gewalt und Drogensucht, der immer wieder zu dramatischen Situationen in den Strassen und auch innerhalb der Familien führt.


